Muskeltesten - sanfte Kommunikation

von Ulrike Lohmann (Kommentare: 0)

Muskeltesten ist eine sanfte Methode,

um in Kommunikation mit dem Pferd und sich selbst zu kommen.

Unter Stress sind wir weder in Verbindung zu uns, noch können wir eine Verbindung zum Pferd herstellen. Wenn wir unter Stress stehen, dann übernehmen alte Verhaltens- und Glaubensmuster die Regie. Wir sind nicht mehr im Moment. Greifen wir auf die alten Muster zurück, haben wir keine Möglichkeit der aktiven Veränderung. Unsere Wahrnehmung ist auf den Auslöser gerichtet, die beteiligten Sinne sind "geschärft" und wir reagieren, wie wir es immer getan haben.

Wir wollen den Stress bewältigen, damit er endlich vorüber geht. Besser ist es aber, den bestehenden Stress zu lösen, um Herr der Lage bleiben zu können und andere, neue Verhaltens-und Bewegungsmuster einsetzen zu können.
Agieren, statt re-agieren.

Lernerfahrungen des Menschen und des Pferdes

haben Auswirkungen auf den eigenen Bewegungsfluss und das Verhalten. Stellt Euch vor, eine Mülltonne steht heute da, wo gestern keine stand. Das Pferd reagiert u.U. mit einem Zur-Seite-Springen. Nun kommt es auf Euch an, wie klar Ihr bleiben könnt und was Euch Eure angespannten Sinne und das Gehirn in einem Bruchteil von Sekunden vermitteln:

Vielleicht habt Ihr gelernt, das ein hüpfendes Pferd durchgehen wird, obwohl dieses Pferd noch nie mit Euch durchgegangen ist. Um ein Durchgehen zu vermeiden, werden alle Hilfen eingesetzt, um die Kontrolle wieder zu erlangen.

Oder, Ihr habt gelernt, das ein hüpfendes Pferd nach zwei Hüpfern stehen bleibt und sitzt entsprechend entspannt das Ganze aus, die Zügel machen nichts, die Beine sind nur dafür da, Halt zu ermöglichen.

Die Tonne löst im Pferd eine Reaktion aus, der der Mensch begegnet, verspannt oder entspannt oder aufmerksam genug, einzugreifen oder schon im Vorfeld agierend, bevor etwas geschieht.

Irgendwann im Leben haben wir alle eine oder mehrere Erfahrungen vielleicht in Bezug zu: "Ich laufe Gefahr, die Kontrolle zu verlieren" gemacht. Wir haben damals bestimmte Verhaltensmuster eingesetzt, um diesem Stress zu begegnen. Auf diese alten Muster greift unser Gehirn automatisch zurück, so lange, bis wir verstehen, was uns bewegt. Der Muskeltest hilft, die auslösenden Faktoren zu erkennen. Er hilft, zu verstehen, welche Sinne zu aufmerksam auf den Stress reagieren und uns bewegen wollen, bestimmte Bewegungs-und Verhaltensmechanismen einzusetzen. Angst vor einem möglichen oder auch realen Kontrollverlust lässt und nur noch automatisch handeln. In echten Gefahrensituationen ist das ganz schlau, denn dann haben wir keine Zeit, darüber nachzudenken, was wir wollen. Haben wir aber nur "lediglich" Angst, die Kontrolle zu verlieren, und reagiere ohne einen realen Grund über, dann ist das weder für uns noch für das Pferd sinnvoll.

So wie der Mensch, will nämlich auch das Pferd Stress vermeiden und lösen. Entsprechend sehen seine Reaktionen aus.Unser Pferd hüpft nun also an der Tonne. Sein Gewahrsein ist voll auf die Tonne ausgerichtet, es ist vielleicht noch jung und unerfahren. Reagiert der Reiter hektisch und über, dann kann das Pferd u. U.lernen, das von der Tonne wirklich Gefahr ausgeht, denn von oben kommen hektische Signale. Oder das Pferd lernt, das da halt etwas Schwarzes herumsteht und das es alles ganz gut geht, denn der Reiter oben bleibt völlig gelassen. Die Sinne des Pferdes werden durch den gelassenen Reiter nicht abgelenkt, sondern können sich ganz dem Gegenstand widmen. Bei einem ängstlich reagierenden Reiter wird es zusätzlich abgelenkt und steht ganz hin und her gesrissen zwischen zwei  Eindrücke. Gefahr vorne, Angst oben. Wie soll es nun selber reagieren? Das ist Stress pur und das Pferd wird eine "Lösung" finden müssen.
Passiert diese Situation mehrmals, dann kann das Pferd beginnen, schon von Weitem die Gegend nach Gefahr abzuscannen und die Auritte werden immer angespannter und verlieren ihren entspannenden Charakter. Bis Beide die Halle und den Platz gar nicht mehr verlassen, weil de eine dem andren bestätigt, das es draussen wirklich gefährlich ist.

Muskeltesten eaSenses

Der Muskeltest hilft,

die verborgenen Aspekte zu erkennen und zu lösen. Für das Pferd ist von Bedeutung, diese beiden Aspekte auseinader halten zu können. Die Angst des Reiters muss nichts mit seiner Angst vor der Tonne zu tun haben. Der Musketest hilft, die Sinne des Pferdes zum Thema Tonne zu entspannen und sie herunter zu fahren. Das Pferd versteht das nicht auf der intellektuellen Ebene , wie der Mensch, sondern rein auf der körperlichen- seelischen Ebene. Das Wesen des Pferdes hat ein Verständnis für die Situation, wenn es einen klaren Verstand behalten kann. Entsprechend ruhig und großmütig kann es mit der Angst des Reiters umgehen, denn die Tonne ist nicht mehr wichtig. Hat der Reiter auch seine Angst vor Kontrollverlust lösen können, kann er ebenfalls angesichts der Gefahr eines hüpfenden Pferdes gelassen bleiben, denn er hat verstanden und den bestehenden Stress mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests loslassen können. Wenn er denn bei mir war.

Über den Muskeltest ist eine (sanfte), sehr tiefgehende Kommunikation mit sich selber möglich. Der Körper weiss, was ihm fehlt, er weiss auch, was ihm gut tut. Der Muskeltest hilft, Antowrt auf diese Fragen zu erhalten, denn es wird genau diese Ebene über den Muskeltest angesprochen. Hey, Körper, was verbindest Du mit dem Stress und was können wir tun, das Du diesen Stress loslassen kannst? Er wird "antworten" und Stress loslassen, weil wir wissen, was zu tun ist. Und das auf den Punkt. Diese sanfte Methode ist ebenso ganz wunderbar auf das Pferd anzuwenden, denn es kann sich uns über seine Bewegungen und sein Verhalten mitteilen, das Stress besteht. Wo er herkommt, lehrt uns der Muskeltest. Welche Sinne angespannt sind, zeigt er uns ebenfalls. Was das Pferd braucht, um Stress lolassen zu können, kann sich uns über den Muskeltest erschliessen. Der Mensch kann zusätzlich auch Intelektuell, die stressauslösenden Faktoren kennen lernen und versteht noch mehr über sich und sein Pferd.

Auf diese Art und Weise entsteht eine körperliche und mentale Losgelassenheit und eine tiefere Beziehung zwischen Mensch und Pferd stellt sich ein. Einfach durch Verstehen.

Tonne? Angst? Hektik? Nervosität? Das war Gestern!

Souveränität! Gelassenheit! Harmonie! Das ist Heute

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