Gleichgewicht und Propriozeption

Um auf dieser Erde leben zu können,

müssen wir eine Haltung entwickeln. Eine Haltung, die im Raum Bewegung zulässt. Dafür brauchen wir ein Gleichgewichts- und einen Lagesinn. Dieser Sinn ist uns so selbstverständlich, das wir uns gar nicht mit ihm auseinander setzen, ausser, wenn wir betrunken sind oder anderweitig mit Schwindelgefühlen zu kämpfen haben. Wir beschäftigen uns auch nicht mit der Frage, wo unsere Füße sind, oder unsere Hände, wir "wissen" es; oftmals ohne, das es uns bewusst ist. Werden wir aber gefragt, können wir in der Regel antworten. Schliessen wir die Augen, fallen wir nicht um, aber, je älter wir werden, umso mehr kann es schwierig für uns werden, nicht in's Schwanken zu geraten. Die Augenkontrolle, die einen direkte Verbindung zum Gleichgewichtssinn im Innenohr hat, kommt u.U. in Verwirrung.

Das Gleichgewicht des Pferdes

ist ebenfalls von Natur aus perfekt. Als Vierbeiner hat das Pferd über seine vier Füße, Hals und Schweif viel Standfläche, muss aber auch eben diese vier Beine so koordinieren, das es sich nicht verheddert und umfällt und andere wirre Sachen treibt. Ein Pferd in der Natur hat kein Gleichgewichtsproblem und auch kein Lageproblem.
Ein Pferd, das mit dem Menschen zusammen arbeitet, hat immer ein Problem. Es muss von Anfang unter den sich immer neuen Anforderungen sein Gleichgewicht anpassen und muss noch das (Un-)Gleichgewicht des Menschen mit abfangen.
DAS sind echte Probleme!
Ein Mensch, der aus seinem Gleichgwewicht gerät, körperlich oder emotional, verändert im Kleinen oder auch im Großen ständig sein Gleichgewicht, Das muss das Pferd lernen, auszuhalten und sich dennoch im Gleichgewicht zu bewegen.

Der Mensch im Gleichgewicht

muss sich ebenfalls seinem Pferd anpassen, das sein Gleichgewicht an der Hand oder unter dem Reiter wieder finden muss. Das erfordert viel Vertrauen und Geschmeidigkeit und eine eigene Mitte, aus der heraus Schwankungen des Pferdes leicht abgefangen werden können, ohne selber das Gleichgewicht zu verlieren.

Es bleibt dabei, Reiten in seiner schönsten Form ist und bleibt ein ständiges Lernen zweier Lebewesen aneinander. Sie müssen beide das eigene emotionale und körperliche Gleichgewicht beibehalten können, um zu der Spitzenleistung zu kommen, zu der dieses Paar fähig ist. Da ist die Leistungsstufe völlig egal!
Das Erreichen und Beibehalten des gemeinsamen Gleichgewichts ist und bleibt die wichtigste aller Aufgaben. Nur so bleibt das Pferd körperlich gesund und der Mensch hat eine wunderbare Form gefunden, bis ins hohe Alter sein Gleichgewicht gesund schulen zu können!

Pferd und Reiter im gemeinsamen Gleichgewicht sind zu jederzeit ein harmonischer Anblick. Nur ein zufriedenes Pferd kann diese Gleichgewicht beibehalten und wird es jederzeit leicht wiederfinden.

Gefahren für das Gleichgewicht

Unser Gleichgewicht ist immer in Gefahr. Als Mensch sind wir mit dem aufrechten Gang gefordert, unser Gleichgewicht stetig zu erhalten.
Es ist allerdings auch auf der emotionalen Ebene ständig in Gefahr: Unser Leben hat einige stressende Momente für uns bereit, in denen wir Negatives über uns gelernt haben. Wir versuchen immer, eine Balance herzustellen, wie das Pferd auch. Es kann für uns und unser Pferd zu einem Problem werden, wenn wir eine Balance nur finden könne, indem der Partner massiv kontrolliert werden muss. Wenn z.B. meine Angst vor Kontrollverlust eine Einengen des Pferdes bedeutet, dann muss mein Pferd dieses Problem zusätzlich mit ausbalancieren. Das bedeutet für mich und mein Pferd eine Überforderung, die weitere Probleme nach sich ziehen wird.

Was bedeutet dies für das MITeinander?

Der Hauptschwerpunkt der Arbeit mit eaSenses ist es, ein mentales, physisches und emotionales Gleichgewicht herzustellen!

Deshalb kümmern wir uns um die Themen des Menschen UND des Pferdes, denn natürlich kann auch die Lebenserfahrung des Pferdes eine Balanceproblem für beide darstellen!
Der Weg, gemeinsam in die Balance und das Gleichgewicht zu kommen, ist schon anspruchsvoll genug! Da braucht es keine belastenden stressbewältigenden Verhaltensmuster, die unser Gleichgewicht in Frage stellen!
Geben wir uns die Chanceund Möglichkeit, im körperlichen und mentalen Gleichgewicht zu halten. Geben wir dem Pferd die gleiche Chance. Ein Pferd zu verschnüren behindert dieses natürliche Gleichgewicht, es kann sich keine Harmonie und Losgelassenheit einstellen.

Die Harmonie zwischen Pferd und Mensch ist immer ein Zusammenspiel zweier Gleichgewichte! Machen wir uns auf den Weg und freuen wir uns daran!

 

 

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